Projektablauf 2006  (August bis Dezember)

August
 2006

Unter dem Motto: „Außerschulische Kontakte pflegen und Teamfähigkeit beweisen“, unterstütze eine Schülergruppe der GHS Friedenshöhe den Waldtag der Gesamtschule Hagen Haspe. Zudem musste nun der Bau des 60 m langen Sinnenweges vorbereitet (Ortsbegehung mit dem Förster, Material- und  Werkzeugbeschaffung, Organisation der zwei Projekttage)  werden.

Ein regnerischer Tag von Jessica und Cindy
Die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtfaches (WP) der Hauptschule Friedenshöhe fuhren kürzlich an einem regnerischen Samstag zum Forsthaus KURK in Hagen Haspe. Sie berichten: Alle waren sehr gespannt. Wir betreuten die Wasserstation und zeigten wie eine Gewässergüteuntersuchung funktioniert. Wir holten Wassertierchen aus dem nahen Bach und untersuchten sie unter dem Mikroskop. Anhand der Wassertiere und Karteikarten konnten wir die genaue Wasserqualität feststellen. Der Bach war sehr sauber. Dies erklärten wir auch den Besuchern. Sie durften die Tiere unter dem Mikroskop anschauen. Wir beantworteten Fragen anderer Kinder und einiger Erwachsener. Wir wurden unterstützt von Jörg Tysarzik vom Waldpädagogischen Zentrum e.V..
Diese Aktion hat uns viel Spaß gemacht und wir machen gerne wieder mit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

September  2006

 

Bau des Sinnenweges

40 Schülerinnen und Schüler der Klassen sieben und acht, sowie Helfer des Forstamtes haben am jetzigen Donnerstag und Freitag kräftig in die Hände gespuckt. Bei gutem Wetter und mit bester Laune fertigten alle Beteiligten einen 60m langen Weg zum „WOHL-er-Gehen“ im schulnahen Stadtwald.

Z
unächst wurde von den Schülern die Wegstrecke durch das Gelände festgelegt und vorbereitet. So mussten Bäume umgangen, Wurzeln geschützt, und Gefälle überwunden werden.
Im Verlauf der Arbeiten wurden von den Forstamtsmitarbeitern  35 Stämme a 4,8 m Länge in handliche Stücke mit Hilfe einer Motorsäge zersägt und eine Sitzbank gefertigt.
Dies erleichterte die Arbeit und motivierte die Schüler zu Höchstleistungen. So gelang es ihnen in nur zwei Tagen einen 1,2. m breiten Sinnenweg durch das Gelände oberhalb des normalen Spazierweges anzulegen. Nachdem die Begrenzung des Weges mit den Lärchenstämmen fertig gestellt war, wurde der Weg in einzelne Felder unterteilt.

Diese wurden mit unterschiedlichen Naturmaterialien wie Rinde, Laub, Steine, Sand, Mulch, und Holzparkett ausgelegt. Besonderen Spaß machte es den Schülern zwei Matschlöcher vorzubereiten. 

 

 

 

 

 

Obwohl die Gruppen schon seit einiger Zeit zusammenarbeiten erforderten diese Projekttage jede Menge Teamgeist und Kooperation zwischen allen Beteiligten. Ehrgeizig versuchten sich einige Schüler in ihrer Arbeitswut zu übertrumpfen, Werkzeuge wurden manchmal nur zögerlich ausgetauscht, um das eigene Ergebnis nicht zu gefährden. Als es aber darum ging den dicken Eichenstamm für die Sitzbank aus einem Loch zum Weg zu schaffen, haben alle mit angepackt. Ein gemeinsames Mittagessen (Pizza) im Wald belohnte alle Beteiligten. Am Ende der Arbeitstage waren die Mitwirkenden stolz auf das Ergebnis (die Schüler über den Sinnenweg und die Lehrer über die Schüler).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Schluss wurde der Weg freudig getestet und für gut befunden.

Tenor der Lehrkräfte: Es wird Zeit, dass wir unseren Kindern wieder Räume bieten, in denen sie die vielen Eindrücke der Umwelt verarbeiten, gestaltend aktiv werden und damit zur Ruhe kommen können. Zudem sollen sie, als nachwachsende Generation Verantwortung für ihr Lebensumfeld übernehmen. Mit dem Bau des Waldlehrpfades sind wir da auf einem guten Weg.

„Glückliche Lehrkräfte“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oktober / November  2006

 

 

Erste positive Resonanz auf den Sinnespfad erfolgt durch Anrufe in der Schule von Bürgern des Ortsteils „Homberge“.

Nun wurden die Stationen: Insektenhotel, Baumtelefon und Baumbestimmungsalter in Angriff genommen. So mussten zunächst wieder Waldbereiche für die Stationen freigelegt werden. Junge Buchen wurden hierbei sorgfältig ausgegraben und umgepflanzt.
Für die Station Baumbestimmungsalter wurde von den Schülern ein Platz gefunden, wo bereits in Bauchhöhe Fällarbeiten stattgefunden hatten. Dort standen eine Buche mit einem Durchmesser von ca. 90 cm und eine Eiche mit einem Durchmesser von 25 cm.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um dort mit einer ganzen Klasse zum Thema: „Altersbestimmung von Bäumen“, arbeiten zu können, mussten weitere Baumabschnitte auf Länge gebracht und eingegraben werden.   Das war ganz schön schweißtreibend. Für das Baumtelefon wurde eine Eiche vom Forstamt gefällt, von den Schülern entrindet und mit Holzgel gegen Verwitterung bestrichen. Erste Spielversuche gelangen gut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zur  Erstellung der Stationen Insektenhotel wurde zunächst ein Holzgestell aufgestellt.  In den Wintermonaten soll es mit den Insektennisthilfen  aufgefüllt werden.

 

Weiterhin wurden für Aktionen auf dem Adventfest  am 29.11.06 in der Schule:
  in der Werkstatt Apfelhäuschen und Nisthilfen gebaut,
  ein Sinnenweg für den Innenraum von der Hasencleverschule aus Gevelsberg entliehen und
  Infotafeln erstellt.

 

Die Resonanz bei den Besuchern (Schüler, Eltern, Mitarbeiter der Stadt und der AVU) war sehr positiv.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dezember  2006

 

AGENDA Markt der Zukunftsschmiede Gevelsberg auf dem Bauerhof Jakobi   von Jaqueline

 

Wir hatten die Gelegenheit auf dem Agendamarkt der Zukunftsschmiede Gevelsberg einen Informationsstand im Kuhstall aufzubauen. Damit wollten wir erreichen, dass unsere Arbeit besser bekannt wird. Wir konnten Infotafeln aufhängen, hatten Zeit mit vielen Menschen über den Waldlehrpfad zu sprechen.  Wir erklärten Kindern wie auch den Erwachsenen unseren fertigen Stationen.
Für Kinder hatten wir selbstgebaute Spiele (Wald-Frucht-Memory) mitgebracht. Insektennisthilfen, selbst gegossene Kerzen, Kräutersäckchen   und Apfelhäuschen konnten gegen eine Spende erstanden werden.
Nach dem für uns neuartigen Geruch von Kühen haben sich Kai und ich anders nützlich gemacht. Wir durften beim Weihnachtsbaumverkauf helfen. Das besondere an den Bäumen war, dass sie in der nahen Umgebung gewachsen waren und nicht aus Skandinavien kamen. Aus ökologischem Anbau!!!
Zuerst nahmen wir einen Baum und haben ihn in einen Verpackungshilfe geschoben. Kai hat den Baum dann an der Spitze so durch den Metalltrichter gezogen das er ganz im Netz war. Nachdem der Baum dann im Netz eingewickelt war, habe ich das Netz von abgetrennt und oben richtig fest zu gemacht. Kein Baum hat Kai und mich aufgehalten. Wir haben alle durchs Netz bekommen!