Die Vorrausetzungen

 

 

 

Lage der Schule

Die Stadt Ennepetal liegt in der Randlage des Sauerlandes und des Bergischen Landes. Dieses Gebiet wurde früher oft auch als die grüne Lunge des Ruhrgebietes bezeichnet. Die GHS Friedenshöhe liegt am Rande des Stadtteils Milspe, im ländlich geprägten Ortsteil Ennepetal Homberge. Sie liegt am Ende eines reinen Wohnbaugebietes und grenzt außerdem an ein dichtes, hügeliges, artenarmes Waldgebiet.

Die Lage der Schule (gelb) und die städtischen Waldstücke (grün) im Ortsteil Homberge.

 

 

 

 

 

 

 

 

Schulprogramm und Schülerschaft

 

 

 

An der GHS Friedenshöhe werden z. Z. von 35 Lehrkräften 340 Schüler ganztags unterrichtet. Der größte Teil der Schüler wohnen im direkten Umfeld der Schule. Im Schulprogramm der GHS Friedenshöhe wurden bereits im Jahre 2000 einige Bausteine zur Entwicklung ökologischer Verantwortung in der Schülerschaft festgehalten. Themen wie Müllvermeidung, Hauswandbegrünungen, Säuberungsaktionen im schulnahen Umfeld, Einrichtungen und Pflege von Biotopen wurden angedacht und zum Teil umgesetzt. So ist die Dachbegrünung bei geplanter Sanierung der Aula/Eingangsbereich beim Schulträger beantragt und zur Realisierung vorgesehen. Der schulnahe Wald wurde seit jeher für unterrichtliche Zwecke genutzt. Außerschulische Partner wie die Informations- und Beratungsstelle Umweltbildung (INBU), die rollende Waldschule (Hegering EN-Kreis) und die Biologische Station wurden regelmäßig zur Ergänzung des obligatorischen Unterrichts eingeladen.

 

 

 

 

 

Hervorheben möchte ich an dieser Stelle die Anlage eines Stückes waldnahen Landschaftsgartens auf unwegbarem Gelände. Dieses spezielle Projekt entstand nach der Rodung eines Hanggrundstückes in unmittelbarer Nähe der Schule (Verdunkelung einiger Klassenräume). Unter Beteiligung verschiedner Kollegen und Arbeitsgemeinschaften wurde der Hang über einen langen Zeitraum terrassieret und durch Ringsteine abgefangen. Bepflanzungen fanden vor kurzem statt. Um dieses Projekt zu intensivieren und zu stabilisieren, scheint es sinnvoll es verstärkt in das Schulprogramm zu verankern und auf eine Arbeitsgruppe von Lehrerinnen und Lehrern zu legen.

 

 

 

 

 

Der Wald

Besitzverhältnisse und Pflege

Wie der Karte zu entnehmen ist, grenzt die Schule an ein weitläufiges Waldgebiet. Die buntmarkierte, insgesamt etwa 4 ha große Waldfläche ist im Besitz der Stadt Ennepetal. Sie wird vom Forstbetrieb des Forstamtes Gevelsberg gepflegt. So sind Durchforstungsmaßnahmen alle zehn Jahre geplant und sollen im Winter 2004/2005 durchgeführt werden. Weiterhin sind Verjüngungsmaßnahmen durch die Anpflanzung von Buchen geplant.

Bestandsbeschreibung

Die Teilflächen des stadteigenen Waldstückes verlaufen rechts und links entlang eines namenlosen Baches. Dieser lichtbegünstigte Hanglagenstandort wird durch einen artenarmen Hainsimsen-Buchenwald sowie einem bachbegleitenden Erlenwald dominiert. Der Rotbuchen-Eichen-Mischbestand steht gedrängt bis locker und hat ein Alter von ca. 117 Jahren. Im Südosten befindet sich ein dichtgedrängter Eichen-Buchen-Birken-Rotbuchen-Mischbestand (ca. 90 Jahre). Im weiteren Verlauf findet man sowohl einen Bergahorn-Reinbestand, als auch vereinzelte Weymouthskiefern. Die Grenzen zu anliegenden Privatwaldbeständen sind fließend. Im Bereich der Landespflege sind die Flächen nicht im Landespflegeplan und Biotopkataster enthalten. Dies begünstigt die Arbeit mit den Schülern, da Absprachen nur mit den örtlichen außerschulischen Partnern zu treffen sind.

Nach der Gründung einer Wald-AG und einigen Exkursionen in Klasse fünf im Fach Biologie hatte ich die Möglichkeit den schulnahen Wald kennen zu lernen. Erste Erschließungsarbeiten, wie die Eingrenzung des 4 ha großen Stadtwaldes, fanden unter Beteiligung der Wald-AG und des Forstamtsmitarbeiters Nebel im Oktober 2004 statt. Diese Rundgänge ermöglichten mir eine erste Übersicht, um das zukünftige Projekt, „Schulwald", unter Berücksichtigung der „Bildung für nachhaltige Entwicklung", planen zu können.

 

 

Die das städtische Waldstück  eingrenzenden äume wurden markiert.

Schüler/innen lernen die Karten des Försters kennen.